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Sparkle Valley Philosophie: Emily

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Emily ist nicht nur der Mittelpunkt von Sparkle Valley. Sie ist Sparkle Valley selbst – Schöpferin und Geschöpf. Jeder Teil dieser Welt – Abigails Mut, Ivanas Stolz, Glorias Empathie, Hanks Selbstbeherrschung, Franks Chaos – ist ein Fragment ihres inneren Lebens, das Gestalt angenommen hat. Das Tal ist ihre nach außen gekehrte Fantasie. Es zeigt, wie ihre Gefühle aussehen, wenn sie beginnen, sich von selbst zu bewegen.


Anfangs treibt Emily ziellos umher. Ihre Welt ist kleiner, schärfer, unbarmherziger geworden. Fantasie erscheint ihr kindisch. Glaube peinlich. Also lässt sie ihn verblassen. Und während sie das tut, zerbricht ihre innere Welt – Sparkle Valley.

 

Doch Abigail kämpft weiter. Sparkle Valley stürzt nicht ein, weil ein Monster am Tor lauert (obwohl das Biest erwacht ist), sondern weil Emily es loslässt.

 

Abigail fights for Emily
Abigail fights for Emily

Jedes Buch ist ein weiterer Schritt in diesem Prozess.


Buch 1 handelt von Entfremdung: dem langsamen Verblassen des Staunens.


Buch 2 ist der Zusammenbruch: Alles läuft wie eine Maschine, aber nichts fühlt sich lebendig an.


Buch 3 handelt von der Abrechnung: der Entscheidung, wieder zu glauben, auch wenn der Glaube schmerzt.

 

In diesem Sinne ähnelt Emily Kierkegaard. Sein „Sprung ins Ungewisse“ bezog sich auf den Mut, etwas Echtes zu fühlen – offen für Freude und Trauer zu bleiben –, selbst wenn beides bedrohlich erscheint. Das ist Emilys wahrer Mut. Nicht die Flucht ins Glitzertal, sondern die Rückkehr dorthin, nachdem sie vergessen hat, wie.

 

In Band 3 findet sie zu sich selbst zurück. Abigail ist der Lebenselixier, das sie wiederbelebt – der Teil von ihr, der noch immer an die Schönheit der Welt glaubt. Sie ist die blaue Blume, der Funke, die Sehnsucht nach mehr, die Emily menschlich macht. Ivana ist ihr Stolz und ihre Warnung. Der Smortzle, ihre ungezügelte Angst. Frank, ihre Freude. Gloria, ihr Mitgefühl. Doris, ihre Erinnerung. Die Liste ließe sich fortsetzen – Fluffy, Hank usw. Nach und nach fügen sich die Teile wieder zusammen, und das Tal beginnt wieder zu atmen.

 

Und am Ende mag das Ungeheuer besiegt sein, doch es ist nie ganz verschwunden. Es nährt sich von Gefühllosigkeit und Ablenkung, vom stillen Schwinden des Staunens. Wenn Emily sich wieder erlaubt zu fantasieren, wieder zu fühlen, hat das Ungeheuer nichts mehr, wovon es sich ernähren kann – doch es wartet geduldig wie eh und je darauf, dass sie vergisst.


Emily hugs Abigail and says goodbye
Emily hugs Abigail and says goodbye

 

Das ist der Kern von Sparkle Valley . Erwachsenwerden bedeutet nicht, das Kind, das man einmal war, aufzugeben. Es bedeutet, den Teil in sich zu bewahren, der sich noch lebendig anfühlt.

Am Ende erkennt Emily die eine Wahrheit, die wirklich zählt:

Auch wenn es weh tut, entscheide dich dafür, es zu fühlen.

 
 
 

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